Gesetzliche Grundlagen

Die Validierung von Bildungsleistungen ist ein so genanntes anderes Qualifikationsverfahren, wie es im Berufsbildungsgesetz (BBG) und in der Berufsbildungsverordnung (BBV) vorgesehen ist. Die entsprechenden Stellen aus diesen Gesetzestexte sind im Anhang des Nationalen Leitfadens zusammengestellt. Folgende Bestimmungen sind besonders wichtig:

BBG

Art. 9 Abs. 2

"Die ausserhalb üblicher Bildungsgänge erworbene berufliche oder ausserberufliche Praxiserfahrung und fachliche oder allgemeine Bildung werden angemessen angerechnet."

Art. 17 Abs. 5

"Die berufliche Grundbildung kann auch durch eine nicht formalisierte Bildung erworben werden; diese wird durch ein Qualifikationsverfahren abgeschlossen."

Art. 33

"Die beruflichen Qualifikationen werden nachgewiesen durch eine Gesamtprüfung, eine Verbindung von Teilprüfungen oder durch andere vom Bundesamt anerkannte Qualifikationsverfahren."

BBV

Art. 30 Abs. 2

"Die Feststellung einer Qualifikation im Hinblick auf einen Ausweis oder Titel erfolgt auf Grund von abschliessenden fachübergreifenden Prüfungsverfahren oder durch äquivalente Verfahren."

Art. 31 Abs. 1

"Als andere Qualifikationsverfahren gelten Verfahren, die in der Regel nicht in Bildungserlassen festgelegt, aber geeignet sind, die erforderlichen Qualifikationen festzustellen."

Art. 32

"Wurden Qualifikationen ausserhalb eines geregelten Bildungsganges erworben, so setzt die Zulassung zum Qualifikationsverfahren eine mindestens fünfjährige berufliche Erfahrung voraus."


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